Als Kurstreckenlauf werden im Bereich der Leichtathletik Laufwettbewerbe bezeichnet mit einer Länge von 100, 200 oder 400 Metern.

Sämtliche Disziplinen, in denen es ums Laufen geht, lassen sich unter drei Oberbegriffen einordnen: dem Lang-, dem Mittel- und dem Kurzstreckenlauf. Beim Kurzstreckenlauf wird oft auf die Bezeichnung „Sprint“ zurückgegriffen.

Der Sprint

Als die älteste olympische Disziplin kann der Kurzstreckenlauf als erfolgreicher Start für andere faszinierende Laufwettbewerbe angesehen werden. Bereits in der Antike war der Sprint ein wichtiger Bestandteil der Olympischen Spiele.

Während es bei den Lang- und Mittelstreckenläufen überwiegend darum geht, an seiner Ausdauer zu arbeiten und lange Strecken in verhältnismäßig nicht allzu schnellem Tempo zurückzulegen, ist der Sprint das genaue Gegenteil. Beim Sprint geht es einzig und allein darum, die eigene Höchstgeschwindigkeit so schnell wie möglich zu erreichen und diese so lange wie möglich beizubehalten, um seine Konkurrenten so weit hinter sich zu lassen, wie es nur geht.

Bei einem Sprint gewinnt unser Körper seine Energie fast ausschließlich durch die Umsetzung von energiereichen Phosphatreserven und Milchsäuregärung. Durch diese spezielle Energiegewinnung kann ein Läufer seine Höchstgeschwindigkeit etwa bis zu vierzig Sekunden lang aufrechterhalten.

Das schnelle Hochfahren der Geschwindigkeit kann für den untrainierten Körper eine enorme Belastung darstellen, daher sollte man es anfangs beim Training nicht übertreiben. Und auch wer letztendlich ein trainierter Sportler ist und die Kurzstreckenläufe im Wettbewerbsbereich durchführt, ist vor Verletzungen nicht sicher.

Mögliche Verletzungen beim Sprint

Verletzungen der Oberschenkelmuskulatur kommen in diesem Sport am häufigsten vor und werden dicht gefolgt von Rissen der Achillessehnen. Die meisten dieser Verletzungen treten gehäuft in der Start- und der Endphase des Rennens auf.

Auch der Hallux rigidus, der den Gelenkverschleiß zwischen dem Grundglied der Großzehe und dem ersten Mittelfußknochen beschreibt, tritt oft als Spätfolge des Kurzstreckenlaufs auf. Erklärt wird sein häufiges Auftreten meist mit der unnatürlichen Haltung, die von den Läufern und Läuferinnen zum Start des Rennens eingenommen wird.