Vielen Menschen macht das Laufen deshalb so viel Spaß, weil sie mithilfe dieser Sportart auf eine natürliche Weise einen Bewegungsdrang stillen, der tief in unseren Genen verankert ist.

Manchen Läufern bereitet es jedoch auch lediglich ein großes Vergnügen, die eigenen Fähigkeiten kontinuierlich mit den Fähigkeiten anderer Läufer in verschiedenen Laufwettbewerben oder während eines Marathons zu messen. Wobei viele Läufer es natürlich auch bevorzugen, einfach gegen die eigene erbrachte Leistung anzutreten und die eigene Ausdauer auf diese Art ununterbrochen zu verbessern.

Vor allem jedoch Läufer, die nicht unbedingt am Laufen auf einer Wettkampfbasis interessiert sind, sondern nur aus der Freude heraus laufen, tun dies oft, um dem eigenen Körper und ihrer Gesundheit einen Gefallen zu tun, und um sich in seiner Haut wohler zu fühlen.

Manche laufen aber auch für ihr Leben gern, nur um dadurch ein festgelegtes Soll an Bewegung für einen Tag oder eine Woche zu erreichen, und um sich dann dafür belohnen zu können, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen. Denn ob man sich etwas Essbares gönnt, auf das man eher verzichten sollte, oder seine Zeit auf eine Sache vergeudet, die nicht sein müsste – alles schmeckt besser und fühlt sich toller an, wenn man es sich verdient hat.

Das Runner’s High

Das Runner’s High wird im deutschen Sprachgebrauch mit dem Begriff „Läuferhoch“ beschrieben und ist ein Zustand, den ein Läufer während verausgabender Trainingseinheiten oder in bestimmten Wettbewerbssituationen erreichen kann.

Hierbei wird durch die Mischung und Zusammensetzung verschiedener Hormonausschüttungen bei besonders hoher sportlicher Belastung ein Gefühl der Euphorie erreicht. Gefühle der Müdigkeit, der Überlastung und sogar Schmerzen werden in dieser Situation in den Hintergrund gedrängt und für kurze Zeit nicht weiterhin empfunden.

Damit gehört das Runner’s High unumstritten zu den Aspekten des Laufens, die einem Lust auf Mehr machen und unter Umständen sogar Suchtpotenzial aufweisen können. Leider erreicht man diesen Zustand nicht bei jedem Training, sonst hätte der Laufsport zweifelsfrei noch mehr Anhänger als ohnehin schon.